Häftling in offenem Vollzug verursacht tödlichen Raserunfall: Haftstrafe in Krefeld
Weil er während eines Freigangs aus dem offenen Vollzug einen tödlichen Raserunfall verursacht haben soll, ist ein Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Krefeld sprach den Angeklagten unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Zudem wurde ihm die Fahrerlaubnis entzogen. Bei dem Verkehrsunfall war eine 70-jährige Autofahrerin ums Leben gekommen.
Laut Anklage war der 53-jährige Häftling im vergangenen Dezember während seines Freigangs aus dem offenen Vollzug auf einer Straße mit 154 Kilometer pro Stunde unterwegs, obwohl dort nur Tempo 50 erlaubt war. Dabei sei er in eine unübersichtliche Linkskurve gerast und habe die Kontrolle über sein Auto verloren.
Er geriet demnach auf die Gegenfahrbahn und stieß mit dem Wagen der entgegenkommenden 70-Jährigen zusammen. Das Auto der Frau wurde gegen die Fassade eines Wohnhauses geschleudert, die 70-Jährige erlitt schwerste innere Verletzungen und starb noch am Unfallort.
Die Staatsanwaltschaft beantragte im Prozess ebenfalls eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren. Die Verteidigung plädierte auf eine bewährungsfähige Freiheitsstrafe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
W.Kalua--HStB