Prozess um mehr als 30.000 versteckte Briefe: Bewährungsstrafe für Postbote
In einem Prozess um mehr als 30.000 versteckte Briefe ist ein Postbote in Nordrhein-Westfalen zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Krefeld verurteilte den Angeklagten wegen Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag sagte. Gegen zwei Mitangeklagte war das Verfahren bereits Mitte Juli eingestellt worden.
In dem Prozess ging es um mehr als 30.000 nicht zugestellte Postsendungen. Den drei Angeklagten wurde vorgeworfen, zwischen Oktober 2021 und April 2023 in 283 Fällen gemeinsam Sendungen nicht zugestellt zu haben. Die Briefe und Warensendungen sollen stattdessen im Keller einer Wohnung in Krefeld versteckt worden sein.
Das Urteil stützt sich im Wesentlichen auf die Einlassung des Angeklagten. Der 37-Jährige soll eingeräumt haben, während seiner Tätigkeit als Postbote regelmäßig Postsendungen abends mit nach Hause genommen zu haben, weil er die Auslieferung der Post nicht geschafft habe.
Ihm konnten letztlich 85 Taten nachgewiesen werden. Das Urteil gegen ihn ist bereits rechtskräftig. Gegen die 28-jährige Mitangeklagte wurde das Verfahren gegen eine Geldauflage von 600 Euro eingestellt. Das Verfahren gegen den 29-jährigen Mitangeklagten wurde ohne Auflage eingestellt.
X.Mahi--HStB