Honolulu Star Bulletin - Bär wirbt für "Wertepartnerschaften" bei Raumfahrt

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Bär wirbt für "Wertepartnerschaften" bei Raumfahrt
Bär wirbt für "Wertepartnerschaften" bei Raumfahrt / Foto: Handout - Isar Aerospace/AFP/Archiv

Bär wirbt für "Wertepartnerschaften" bei Raumfahrt

Mit Blick auf die Raumfahrtpolitik hat Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) den Ausbau von Partnerschaften mit Nicht-EU-Ländern gefordert. "In diesen geopolitisch herausfordernden Zeiten ist es wichtig, dass wir auch außerhalb der Europäischen Union enge Partnerinnen und Partner haben", sagte Bär am Donnerstag am Rande eines internationalen Raumfahrttreffens in Paris. Ziel sei es, solche "Wertepartnerschaften" neu aufzubauen oder zu verstärken. Bär verwies dabei insbesondere auf Norwegen, von wo am Samstag erstmals eine in Deutschland konzipierte Trägerrakete ins All gestartet war.

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Auch mit Großbritannien, Australien, Neuseeland und Japan müsse die Zusammenarbeit verstärkt werden. Bär zeigte sich optimistisch, dass der norwegische Weltraumbahnhof Andöya weiter ausgebaut werde. "Wenn BMW, Audi und Mercedes Autos bauen, dann reicht ja auch nicht eine einzige Autobahn."

Die norwegische Industrieministerin Cecilie Myrseth verwies auf die Vorteile eines Weltraumbahnhofs auf dem europäischen Kontinent: "Die geographische Lage und die Nähe zur Arktis sind wichtig", betonte sie. "Wir haben die Arktis-Kompetenz", fügte sie hinzu.

Die europäischen Trägerraketen starten bislang vom Weltraumbahnhof Kourou, der in Französisch-Guayana liegt, einem französisches Übersee-Département im Nordosten Südamerikas. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekräftigte auf dem Raumfahrttreffen seine Forderung, dass Europa ein eigenes Programm für bemannte Raumflüge entwickeln solle. "In zwei Jahren möchte ich sehen, wie die erste europäische Frachtkapsel Nyx an der Internationalen Raumstation andockt. In fünf Jahren soll der erste europäische Mondlander Argonaut auf der Oberfläche des Mondes landen", sagte Macron.

An dem von Deutschland und Frankreich organisierten Treffen nahmen nach französischen Angaben Regierungsvertreter von 60 Staaten sowie Vertreter internationaler Organisationen und zahlreicher Unternehmen teil. Mehrere US-Unternehmen hatten ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt, darunter SpaceX und Blue Origin.

J.Manu--HStB