Rücksichtslos gefahren: Golf-Star Tiger Woods verliert vorerst Führerschein
Nach einem schweren Verkehrsunfall im Frühjahr darf sich Golf-Star Tiger Woods vorerst nicht mehr ans Steuer setzen. Ein Bezirksgericht in der Stadt Stuart im US-Bundesstaat Florida entzog dem 50-Jährigen am Mittwoch für fünf Jahre den Führerschein. Woods räumte rücksichtsloses Fahren ein.
Der Sieger von 15 Major-Golfturnieren war Ende März nach einem schweren Verkehrsunfall festgenommen worden, bei dem er mit seinem Auto einen Transporter mit Anhänger gestreift hatte. Sein Wagen war bei dem Unfall in der Nähe seines Hauses in Florida auf die Seite gekippt, sodass Woods aus der Beifahrertür klettern musste.
In Woods Tasche fanden die Ermittler zwei Pillen eines starken Schmerzmittels. Das Gericht ließ den Vorwurf des Fahrens unter Drogeneinfluss nun im Gegenzug für das Geständnis des Golfchampions fallen, er sei fahrlässig und rücksichtslos gefahren.
Nach seiner Festnahme hatte Woods seine Karriere vorerst für beendet erklärt und eine "Auszeit" angekündigt, um Gesundheitsprobleme anzugehen. Der Sportler musste nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren sieben Rücken-Operationen und mehr als 20 Bein-OPs über sich ergehen lassen.
Der Golfstar stand in den vergangenen Jahren immer wieder wegen Verkehrsdelikten im Visier der Ermittler. Im Jahr 2021 hatte er bei einem Autounfall schwere Verletzungen erlitten.
2022 war Woods bei einem Masters-Turnier gestartet, obwohl er kaum laufen konnte. Seit Juli 2024 hat er an keinem Spitzenturnier mehr teilgenommen. 2025 wurde er wegen eines Achillessehnenrisses sowie erneut am Rücken operiert.
J.Nani--HStB